Auf den Spuren von Kaiser Franz und seiner Sisi unterwegs in der Hauptstadt der Musik – Wien in drei Tagen.
An der 5,3 km langen Ringstraße beginnend kann man sich einen perfekten Überblick über den historischen Kern Wiens verschaffen. Die Staatsoper bietet den perfekten Ausgangspunkt und stimmt auf die prunkvolle Stadt ein.
In der Ringstraße befindet sich auch die Hofburg mit der spanischen Hofreitschule, nur einer der Wohnsitze der kaiserlichen Familie. Für die Pferdebegeisterten lohnt sich der Kauf eines Tickets für eine Show in der spanischen Hofreitschule. Diese wurde 1565 gegründet und diente ursprünglich der reiterlichen Ausbildung der kaiserlichen Familie, bis heute werden hier ausschließlich Lipizzaner ausgebildet. Außerdem ist die Reitschule eine der wichtigsten Orte zur Erhaltung der klassischen Reitkunst.
Um den Heldenplatz, welcher zum Gelände der Hofburg gehört, gibt es zahlreiche weitere Sehenswürdigkeiten, wie beispielsweise das Natur- und Kunsthistorische Museum, die Nationalbibliothek, die kaiserliche Schatzkammer oder das Sisi-Museum, welches unter anderem die kaiserlichen Schlafzimmer und Speisesäle beherbergt.
Im Herzen Wiens und der Ringstraße, in unmittelbarer Nähe zur Hofburg, befindet sich der Stephansdom. Er wird auch als Wiens Wahrzeichen Nummer eins bezeichnet. Mit etwas Glück hat kann man bei einer Chorprobe zuhören. Vom Nord- oder Südturm aus hat man eine wunderbare Aussicht auf die Stadt und das umliegende Land. Die drittgrößte schwingende Kirchenglocke Europas, die Pummerin, befindet sich im Nordturm. Im Rahmen einer geführten Tour können die Katakomben unter dem Stephansdom besichtigt werden, der Zugang befindet sich innerhalb der Kirche.
Auch das Museumsquartier befindet sich in der Ringstraße. Mehr als 20 Museen sind hier angesiedelt, perfekt bei schlechtem Wetter. Ein Stück weiter bietet die Mariahilfer Straße viele Möglichkeiten für eine ausgedehnte Shoppingtour.
Für Architektur-Fans lohnt sich ein Besuch des Burgtheaters, denn es ist nicht nur von außen sehr beeindruckend. Direkt gegenüber befindet sich hinter dem Rathauspark, mit ähnlich beeindruckender Architektur, das Wiener Rathaus.
Wer sich für Psychologie und insbesondere den Begründer der Psychoanalyse, Sigmund Freud, interessiert, kann dem Sigmund Freud Museum in der Berggasse einen Besuch abstatten. Die Ausstellung befindet sich in Freuds ehemaliger Praxis und Wohnung.
An der Schwedenbrücke, welche die Innere Stadt mit der Leopoldstadt verbindet, kann man eine Donau-Schifffahrt zum Beispiel bei der DDSG buchen.
Auf der künstlich angelegten Donauinsel, welche 1972 als Teil des Hochwasserschutzes errichtet wurde, befindet sich das Naherholungsgebiet der Wiener.
Der Wiener Prater, eine großzügig angelegte Parkanlage, in der sich viele Sportanlagen befinden, beherbergt auch den überregional bekannten gleichnamigen Vergnügungspark. Sein Riesenrad wird als Sehenswürdigkeit und Wahrzeichen der Stadt gehandelt.
Die Franz von Assisi Kirche erinnert mit seiner Architektur eher an ein Märchenschloss als an eine Kirche und ist auf jeden Fall ein Foto wert.
Der Donauturm im Donaupark ist ein weiteres Wahrzeichen der Stadt. Die Aussichtsplattform befindet sich auf 150m Höhe und ist mit seinen insgesamt 252m Höhe das höchste Gebäude Wiens. Für einen kleinen Snack oder ein Menü sorgen die beiden Drehrestaurants.
Das Hundertwasserhaus, benannt nach dem österreichischen Künstler Friedensreich Hundertwasser, wurde 1985 nach den Vorstellungen des Künstlers fertiggestellt und dient als Wohnanlage. Das Haus kann zwar nicht von innen besichtigt werden, beeindruckt aber durch seine bunte, asymmetrische Fassade und seine Balkon- und Dachbepflanzung und ist daher auch einen Schnappschuss wert.
Ebenfalls von der Ringstraße gut erreichbar, das obere- und untere Schloss Belvedere. Belvedere kommt aus dem italienischen und bedeutet soviel wie „schöne Aussicht“. Die beiden Schlösser bilden zusammen mit einer verbindenden Gartenanlage mit vielen Statuen und Springbrunnen ein barockes Ensemble und beherbergen heute unter anderem Räumlichkeiten für wechselnde Kunstausstellungen.
Das Schloss Schönbrunn wurde als Sommerresidenz für die kaiserliche Familie errichtet und war kultureller und politischer Mittelpunkt des Habsburger Reiches. Heute dient es größtenteils als Museum. Der 160 Hektar große Schlosspark lädt zu einem ausgiebigen Spaziergang ein. Wer etwas Zeit hat, kann dem Tiergarten Schönbrunn, dem ältesten noch bestehenden Zoo der Welt, einen Besuch abstatten. Auch das Schloss selbst kann besichtigt werden. Im Rahmen einer geführten Tour oder mit einem Audioguide lassen sich die 40 schönsten Zimmer des Schlosses erkunden, hier bekommt man unter anderem die Wohn- und Arbeitsräume von Kaiser Franz und seiner Sisi zu Gesicht.
Das perfekte Kontrastprogramm zum stressigen Stadtalltag bietet eine Wanderung auf dem Kahlenberg. Von hier aus hat man einen tollen Panoramablick auf Wien. Dieser ist am einfachsten mit der Buslinie 38A zu erreichen. Während der Fahrt hat man eine tolle Aussicht auf den beschaulichen Stadtteil Grinzing, welcher auch gut zu Fuß zu erkunden ist.
Fazit:
Ich habe 3 Tage im schönen Wien verbracht und muss sagen, dass ich sehr begeistert bin, vor allem von der Geschichte um die Kaiserfamilie, die diese Stadt zu erzählen hat.
Leider musste ich feststellen, dass hier nicht viel ohne vorausschauende Planung funktioniert. Soll heißen: Zuhause planen und Tickets für die Museen und Shows zum Beispiel in der Hofreitschule oder der Oper unbedingt im voraus online kaufen.
Ich hatte auf meiner Reise in Wien viel Pech mit dem Wetter, es hat nämlich 24/7 geregnet. Dazu kam noch eine dicke Erkältung. Beides zusammen hat einem die Lust genommen irgendetwas zu erkunden. Da ich aber die drei Tage nicht umsonst dort sein wollte, habe ich mir für 48 Stunden ein Hop-On-Hop-Off Busticket für 35€ gekauft und bin die ganzen Sehenswürdigkeiten abgefahren und ausgestiegen, wenn es mal nicht geregnet hat oder ein besonderes Interesse an der Sehenswürdigkeit hatte. Eigentlich bin ich ein großer Fan von viel zu Fuß gehen und auf eigene Faust erkunden, aber in diesem Fall habe ich eine absolute Ausnahme gemacht. Insgesamt muss ich sagen, dass ich mit meiner Art die Stadt zu erkunden hier trotzdem sehr zufrieden war, denn das wichtigste hab ich gesehen.
Zur Wiener Küche kann ich nicht viel sagen, da hier viel Fleisch in den Hauptgerichten gegessen wird und ich Vegetarierin bin. Auch zu den Süßspeisen kann ich wenig sagen, da ich aufgrund der Erkältung wenig bis gar nichts geschmeckt habe. Dennoch kennen wir hier einige der Süßspeisen, wie z.B. Kaiserschmarrn oder Apfelstrudel. Beides sehr lecker.
Für meinen Aufenthalt in Wien habe ich ohne Hostel etwa 120€ in drei Tagen ausgegeben, darin sind Eintritte, Fahrkarten und Essen enthalten. Für das Hostel habe ich etwa 90€ in einem 8-Bett-Schlafsaal bezahlt. Meine Reise habe ich soweit es ging mit dem MARCO POLO Reiseführer geplant.
Insgesamt kann ich sagen, dass Wien auf jeden Fall ein Besuch wert ist und dass ich auf jeden Fall nochmal dort hinreisen möchte, beim nächsten Mal hoffentlich bei Sonnenschein und ohne Erkältung und vor allem mit guter Planung.










